Epics sind ja gar nicht immer Portfolio Epics?!

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Mit jedem Projekt lernt man dazu – auch ich als SAFe SPC stelle immer wieder erstaunt fest, wie viel Inhalt es auf der SAFe-Website gibt, den ich noch nicht gesehen habe. In meinem aktuellen Projekt beschäftige ich mich sehr viel mit Requirements, und tada – SAFe hat auch dazu eine Seite!

Lange habe ich nach so einer Übersicht gesucht, in der man genau sehen kann, welche Artefakte wie zusammenhängen:

SAFe Requirements Model
https://www.scaledagileframework.com/safe-requirements-model/

In diesem Projekt lerne ich auch, wie sinnvoll es ist, dass Epics nicht nur auf Portfolio-Ebene existieren, sondern auch auf Program oder Solution Ebene entstehen und agieren können. Dadurch ist es möglich, dass das Portfolio kein Bottleneck darstellt – aber was genau sind dann Portfolio Epics und wie kann ich unterscheiden, in welche Kategorie mein Epic gehört?

Ich erkläre das immer so: Portfolio Epics beschäftigen sich vor allem mit strategischen Themen – sie entstehen also aus dem Gap zwischen der Portfolio Vision und dem Portfolio Canvas. Aber das erschlägt leider auch nicht alle Fälle: Denn wenn eine Solution oder ein Program ein Epic schreibt, dass so groß ist, dass es ein extra Budget und MVP benötigt (also ein Lean Business Case ausgefüllt werden muss), dann sind wir genau bei einem Portfolio Epic, dass nicht auf Portfolio Ebene initiiert wurde. Deshalb gibt das Portfolio Kanban Board allen Stakeholdern, Mitarbeitern und Kunden die Möglichkeit, Ideen in den Funnel zu kippen – das LPM ist dann zuständig dafür, diese zu priorisieren und zu genehmigen. Da das in einem großen Unternehmen viele Ideen sein können, habe ich noch einen kleinen Tipp für euch: Verseht die Ideen im Funnel doch mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum – schließlich dreht sich die Welt im SAFe-Kontext meist so schnell, dass die Ideen relativ schnell redundant werden – und wer hat schon Lust (und die Zeit), hunderte von Karteileichen zu finden und zu löschen?

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